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Die Geschichte der Berliner Mauer

Die Berliner Mauer im Aufbau mit Soldaten

Hier finden Sie Informationen zur Geschichte der Berliner Mauer.
Es gibt viele verschiedene Informationen und Themen.
Zu einigen Themen gibt es Fotos.

Die Berliner Mauer

Hohe Mauer neben einem Bürgersteig, wo zwei Personen langlaufen

Grenz-Mauer 75 am Bethanien-Damm mit Blick auf die St.-Thomas-Kirche, 1980 © Stiftung Berliner Mauer, Foto: Edmund Kasperski

In Berlin gab es einmal eine hohe Mauer.
Die Mauer verlief um West-Berlin herum.
Sie war 155 Kilometer lang.
Die Mauer gab es in den Jahren 1961 bis 1989.
Das waren 28 Jahre.

Damals war Deutschland in 2 Länder geteilt.
Die Länder hießen:
•    West-Deutschland
•    Ost-Deutschland

Auch Berlin war geteilt.
Die Teile hießen:
•    West-Berlin
•    Ost-Berlin

In West-Berlin lebten etwa 2 Millionen Menschen.
In Ost-Berlin waren es etwa 1 Million Menschen.

Viele Menschen sind aus dem Osten in den Westen geflohen.
Deshalb ließ Ost-Deutschland eine Mauer in Berlin bauen.
Das war im Jahr 1961.

Im Jahr 1989 wurde die Berliner Mauer abgerissen.
Danach war Berlin wieder vereint.
Und Deutschland war wieder vereint.

Soldaten bauen die Berliner Mauer

Soldaten und ein Bautrupp beim Grenzausbau an der Bernauer Straße © Stiftung Berliner Mauer, Foto: privat

Der Bau der Mauer

Im Jahr 1945 war der 2. Welt-Krieg beendet.
Deutschland hat den Krieg verloren.
Die Sieger waren:
•    die USA
•    England
•    Frankreich
•    Russland

Die Sieger teilten sich Deutschland auf.
In West-Deutschland waren die USA, England und Frankreich.
In Ost-Deutschland war Russland.

Im Jahr 1949 wurden in Deutschland 2 Länder gegründet:
•    In West-Deutschland wurde die Bundes-Republik Deutschland gegründet.
Die Abkürzung ist BRD.
•    In Ost-Deutschland wurde die Deutsche Demokratische Republik gegründet.
Die Abkürzung ist DDR.

Zwischen beiden Ländern gab es eine Grenze.

Viele Menschen waren mit der Politik in Ost-Deutschland sehr unzufrieden.
Deshalb sind sie nach West-Deutschland geflohen.
Insgesamt waren es 4 Millionen Geflüchtete.

Am 13. August 1961 entschied die Regierung im Osten:
Es dürfen keine Ost-Deutschen mehr weggehen.

Deshalb ließ die Regierung im Osten die Grenze zumachen.
Zuerst bestand die Grenze aus Stachel-Draht.
Dann wurde eine richtige Mauer gebaut.

Aber trotzdem sind immer noch Menschen aus Ost-Berlin geflohen.
Und so wurde die Berliner Mauer immer stärker gesichert.

 

Soldaten bauen die Berliner Mauer

Soldaten und ein Bautrupp beim Grenzausbau an der Bernauer Straße © Stiftung Berliner Mauer, Foto: privat

Ausbau der Grenzen

Ost-Deutschland hat die Grenze in Berlin immer stärker gesichert.
Die Regierung ließ sogar Wohn-Häuser abreißen.
So konnten die Grenz-Soldaten sehen, wenn jemand der Mauer näherkam.

In den 1970er Jahren kam eine zweite Mauer hinzu.
Man nannte sie Hinter-Land-Mauer.

Die Geflüchteten hatten mehrere Hindernisse vor sich:
1)    die Hinter-Land-Mauer
2)    einen Zaun mit Signal-Ton
3)    Matten mit Stahl-Nägeln
4)    Kontroll-Streifen
5)    Sperren aus Stachel-Draht für Fahrzeuge und Fußgänger
6)    einen Graben
7)    die 3,60 Meter hohe Mauer

An einigen Stellen wachten Hunde.
Sie bellten, wenn sie Menschen sahen.

In der Nacht war der Grenz-Streifen hell erleuchtet.
Außerdem war die Mauer innen weiß.
So konnten die Grenz-Soldaten fliehende Menschen gut erkennen.

Im Abstand von 250 Metern standen Türme entlang der Mauer.
Dort wachten Grenz-Soldaten.
Sie konnten alles gut kontrollieren.
Außerdem beobachteten sie den Grenz-Bereich in West-Berlin.

Die streng bewachte Mauer war auf der ganzen Welt bekannt.
Es gab Fotos von den Grenzen.
Darauf sah man Matten mit Stahl-Nägeln, Bunker und Fahrzeug-Sperren.
Das sah sehr gefährlich aus.

Ost-Deutschland wollte nicht, dass diese Fotos um die Welt gingen.
Die anderen Länder sollten nicht schlecht über Ost-Deutschland denken.
Deshalb wurde die Mauer so gestaltet, dass sie weniger gefährlich aussah.
Die Überwachung wurde verbessert.
So dass weniger Grenz-Sperren nötig waren.

Grenz-Übergänge
Gebiets-Austausch

Grenz-Übergänge

Langtext

An der Berliner Mauer waren mehrere Grenz-Übergänge.
Es gab 7 Straßen-Übergänge und 1 Bahn-Übergang in Berlin.

Die Menschen aus West-Berlin konnten über die Grenzen nach Ost-Berlin gehen.
Aber umgekehrt war das meistens nicht möglich.
Die Menschen aus Ost-Berlin durften nicht einfach nach West-Berlin gehen.

West-Berlin war wie eine Insel.
West-Berlin lag in Ost-Deutschland.
West-Berlin wurde von den USA, England und Frankreich kontrolliert.

Es gab Straßen zwischen West-Deutschland und West-Berlin.
An den Straßen wurden die Fahrzeuge kontrolliert.

Ein berühmter Grenz-Übergang in Berlin war der Checkpoint Charlie.
Das spricht man so aus: Tscheckpoint Tschalie.
Heute ist dort ein Erinnerungs-Ort.

Anweisung zum Schießen
Viele Menschen haben versucht, über die Mauer zu kommen.
Die Soldaten sollten die Geflüchteten aufhalten.
Dafür hatten die Soldaten Waffen.

Wenn die Geflüchteten nicht stehenblieben, dann durften die Soldaten schießen.
Man sagte im Westen dazu Schieß-Befehl.
Oder Anweisung zum Schießen.    

Es gab eine Grenze in Berlin.
Und eine Grenze zwischen Ost-Deutschland und West-Deutschland.

An allen Grenzen kamen mehrere 100 Menschen ums Leben.
Sie wurden von Grenz-Soldaten erschossen.
An der Berliner Mauer sind 91 Menschen gestorben.

Ab April 1989 durften Soldaten nicht mehr schießen.
Im November 1989 wurde die Berliner Mauer abgerissen.
Danach waren alle Grenzen offen.
 

Gebiets-Austausch

Langtext

Im Jahr 1945 war der 2. Welt-Krieg beendet.
Deutschland hatte den Krieg verloren.
Die Sieger waren:

  • die USA
  • England
  • Frankreich
  • Russland

Die Sieger teilten sich Deutschland auf.
Die Sieger teilten sich auch Berlin auf.
In West-Berlin waren die USA, England und Frankreich.
In Ost-Berlin war Russland.

West-Berlin lag wie eine Insel in Ost-Deutschland.
Außerdem gab es 10 kleine Gebiete, die zu West-Berlin gehören.
Diese Gebiete waren wie kleine Inseln in Ost-Deutschland.

Es gab immer wieder Streit um diese Gebiete.
Nach dem Bau der Berliner Mauer wurden die Probleme noch größer.

So einigten sich die 4 Sieger, dass Gebiete getauscht wurden.
Ost-Berlin bekam ein Gebiet von West-Berlin.
Dafür bekam West-Berlin eine Straße nach Steinstücken.

West-Berlin bekam außerdem Gebiete am Potsdamer Platz und das Lenné-Dreieck.
Dafür bekam Ost-Berlin Geld und Gebiete in West-Berlin.

Westliche Gebiete inmitten von Ost-Deutschland

Steinstücken
Steinstücken ist ein kleiner Ort.
Das Gebiet ist so groß wie etwa 17 Fußball-Felder.
Hier wohnen heute etwa 300 Menschen.

Steinstücken gehörte damals zu West-Berlin.
Das Gebiet lag wie eine kleine Insel in Ost-Deutschland.

Es gab auch andere Gebiete in Ost-Deutschland, die zu West-Berlin gehörten.
Aber Steinstücken war das einzige Gebiet mit Bewohnerinnen und Bewohnern.

Ab den 1950er Jahren hatten es die Menschen in Steinstücken schwer.
Sie konnten nicht so einfach von Steinstücken nach West-Berlin und wieder zurückfahren.
Denn Ost-Berlin kontrollierte die Straße.

Nach dem Bau der Berliner Mauer wurde es für die Menschen noch schwerer.
So entschieden die USA:
In Steinstücken sollen immer 3 Soldaten sein.
Ein Hubschrauber flog sie von West-Berlin nach Steinstücken.

Anfang der 1970er Jahre tauschten Ost-Deutschland und West-Deutschland Gebiete in Berlin.
Es wurde eine Straße gebaut.
Danach war Steinstücken direkt mit West-Berlin verbunden.

Lenné-Dreieck
Das Lenné-Dreieck ist ein 4 Hektar großes Gebiet.
Das sind ungefähr 5 Fußball-Felder.
Das Lenné-Dreieck liegt zwischen Lenné-Straße, Bellevue-Straße und Ebert-Straße.
Zunächst gehörte das Gebiet zu Ost-Berlin.
Am Ende vom Jahr 1988 wurde das Gebiet getauscht.
Danach gehörte es zum Berliner Bezirk Tier-Garten.

Besetzung im Mai 1988
Im Mai 1988 gehörte das Lenné-Dreieck zu Ost-Berlin.
Die Regierung von Ost-Deutschland wollte hier eine Schnell-Straße bauen.
West-Berlinerinnen und West-Berliner besetzten ab Mai 1988 das Lenné-Dreieck.
Sie wollten, dass das Lenné-Dreieck zu West-Berlin gehört.

Im Juli 1988 verjagte die Polizei die 180 Besetzerinnen und Besetzer.
Die Menschen flüchteten über die Mauer nach Ost-Berlin.
Aber wenig später kamen sie über die Grenze wieder nach West-Berlin zurück.

Der Fall der Berliner Mauer

Menschenmenge am provisorischen offenen Grenzübergang Bernauer Straße/ Eberswalder Straße

Menschen am offenen Grenz-Übergang an der Bernauer Straße/ Eberswalder Straße, 11. November 1989 © Stiftung Berliner Mauer, Foto: Lothar Kruse

In den Jahren 1949 bis 1990 war Deutschland in 2 Länder geteilt.
Die Länder hießen:
•    West-Deutschland
•    Ost-Deutschland

West-Deutschland war mit anderen Ländern im Westen verbündet.
Zum Beispiel mit den USA, England und Frankreich.
Der Westen hatte eine ähnliche Meinung über Politik und Wirtschaft.

Ost-Deutschland war mit anderen Ländern im Osten befreundet.
Zum Beispiel mit Russland.
Der Osten hatte eine andere Meinung über Politik und Wirtschaft als der Westen.

Der Westen und der Osten wollten die Macht auf der Welt.
Sie gaben viel Geld für Waffen aus.

Man nennt diese Zeit Kalter Krieg.
Der Kalte Krieg war sehr gefährlich.
Viele Menschen hatten Angst vor einem Atom-Krieg.
Bei einem Atom-Krieg werden ganze Länder auf einmal zerstört.
Der Kalte Krieg war ungefähr in den Jahren 1945 bis 1990.

Im Jahr 1975 fand ein wichtiges Treffen in Helsinki statt.
Dabei ging es um die Sicherheit auf der Welt.
Die Regierung in Ost-Deutschland sagte bei dem Treffen:
Die Ost-Deutschen dürfen mehr reisen, wenn sie wollen.

Danach/Es wollten immer mehr Menschen aus Ost-Deutschland nach West-Deutschland umziehen.
Immer mehr Ost-Deutsche wollten in der Politik mitmachen.
Sie sagten, was sie an der Regierung schlecht fanden.
Sie fanden die Umwelt-Zerstörung schlecht.
Und dass viele Menschen im Osten arm waren.

Auch in Polen waren immer mehr Menschen gegen die Regierung.

Im Jahr 1985 wurde Michail Gorbatschow politischer Chef der Sowjet-Union.
Zur Sowjet-Union gehörten damals Russland und viele andere Länder im Osten.

Gorbatschow versuchte, die Probleme in der Sowjet-Union zu lösen.
Zum Beispiel, dass viele Menschen arm waren.

Im Jahr 1988 entschied Gorbatschow:
Die einzelnen Länder im Osten können ihre Politik selbst entscheiden.

Das erste Land war Ungarn.
Ungarn wollte zum Westen gehören.
Im Mai 1989 wurde in Ungarn deshalb der Grenz-Zaun abgebaut.

Zuerst wollte die Regierung in Ost-Deutschland keine Veränderung.
Aber die Menschen in Ost-Deutschland wollten Veränderung.

Am 9. November 1989 kamen sehr viele Menschen zur Berliner Mauer.
Sie brachten die Mauer zum Einsturz.
Das lief sehr friedlich ab.
Damit war die Regierung in Ost-Deutschland am Ende.

Bagger baut einzelne Mauerteile ab

Der Abriss der Mauer

Im Jahr 1989 war der Fall der Berliner Mauer.
Fall bedeutet hier:
Die Grenze wurde geöffnet.

Viele Menschen haben sich ein Stück Mauer rausgebrochen.
Sie haben das Stück als Erinnerung mit nach Hause genommen.

Immer mehr Grenz-Übergänge wurden abgebaut.
So sind immer mehr Lücken in der Mauer entstanden.

Die ehemalige Regierung von Ost-Deutschland wollte mit der Mauer Geld verdienen.
Sie hat Teile der Mauer in die ganze Welt verkauft.

Berlin hat im Jahr 1990 entschieden:
Teile der Mauer sollen zur Erinnerung bleiben.
Zum Beispiel die Mauer in der Bernauer Straße.
In Berlin sieht man bis heute überall Stücke der Berliner Mauer.
Es gibt eine Internet-Seite mit einer Stadt-Karte, wo alle Reste der Mauer aufgelistet sind.
Die Seite heißt Mauer-Spuren.

Das ist der Link:
https://www.mauerspuren.de/
Die Seite ist nicht in Leichter Sprache.

Bagger baut einzelne Mauerteile ab

Die Wieder-Vereinigung von Ost und West im Jahr 1990

Ab Mai 1989 kamen Tausende Menschen über die Grenze von Ungarn nach Österreich.

Manche Menschen besetzten die Botschaften von West-Deutschland in Städten im Osten.
Zum Beispiel in Budapest, Prag und Warschau.

Immer mehr Menschen in Ost-Deutschland gingen zusammen die Straßen entlang.
Sie forderten von der Regierung das Recht zu Reisen.
Der Druck auf die Regierung in Ost-Deutschland wurde immer größer.

Am 9. November 1989 kamen sehr viele Menschen zur Berliner Mauer.
Sie brachten die Mauer zum Einsturz.
Das lief sehr friedlich ab.
Damit war die Regierung in Ost-Deutschland am Ende.

Am 3. Oktober 1990 fand die Wieder-Vereinigung statt.
Nach über 40 Jahren war Deutschland wieder zusammen.

Teilung und Flucht

Eine Warteschlange von Menschen vor einem Hauseingang

Warte-Schlange vor einem Eingang im Not-Aufnahme-Lager Marienfelde, West-Berlin, circa 1961 © Stiftung Berliner Mauer, Foto: Evangelische Flüchtlingsseelsorge

Flucht von Ost- nach West-Deutschland
In den Jahren 1949 bis 1989 war Deutschland in Ost und West geteilt.

Viele Menschen fanden die Politik in Ost-Deutschland schlecht.
Deshalb sind sie nach West-Deutschland geflohen.
Insgesamt waren es 4 Millionen Geflüchtete.

Die Regierung in Ost-Deutschland verbot den Menschen wegzugehen.
Oft war die Flucht sehr gefährlich.

West-Deutschland wollte eigentlich kein geteiltes Deutschland.
Die Regierung in West-Deutschland sagte:
Auch die Bürgerinnen und Bürger aus Ost-Deutschland sind Deutsche.

Trotzdem mussten die Geflüchteten aus Ost-Deutschland nachweisen, dass sie in Ost-Deutschland bedroht wurden.
Und dass sie deshalb fliehen mussten.
West-Deutschland wollte, dass sich die Geflüchteten gegen die Regierung in Ost-Deutschland stellten.

Ost-Deutschland behauptete:
West-Deutschland will, dass die Ost-Deutschen fliehen.

Karteikarten in einem Schrank

Wer ist geflohen?

Am 13. August 1961 wurde die Berliner Mauer gebaut.
Das verschlechterte die Lage der Menschen in Ost-Berlin.
Die Mauer versperrte den letzten noch offenen Weg von Berlin in den Westen.

Die Mauer verstärkte die deutsche Teilung.
Freunde und Verwandte aus Ost und West konnten keinen Kontakt mehr haben.
Ost-Deutsche konnten nicht mehr [ohne Gefahr] in den Westen fliehen.

Aber trotzdem gab es immer noch Menschen, die eine Flucht schafften.
Zwischen 1961 und 1989 flohen knapp 800.000 Ost-Berliner in den Westen.
Die Geflüchteten können in 4 Gruppen aufgeteilt werden.

1)    Ein kleiner Teil von ihnen flüchtete über eine Grenze in den Westen:
•    über die Mauer
•    über eine Grenze in Deutschland
•    über eine Grenze in einem anderen Land
Zum Beispiel von Bulgarien nach Griechenland.

2)    Ein weiterer Teil hatte die Erlaubnis, Freunde oder Verwandte im Westen zu besuchen.
Von dieser Besuchs-Reise kamen sie nicht zurück.

3)    Eine dritte Gruppe waren politische Gefangene.
Sie waren Gegner der Regierung in Ost-Deutschland.
Deshalb kamen sie ins Gefängnis.
West und Ost hatten ein Tausch-Geschäft.
Der Osten ließ manche Gefangenen frei.
Dafür schickte der Westen Waren in den Osten.
Die freigelassenen Gefangenen durften in den Westen auswandern.

4)    Die vierte Gruppe war mit knapp 600.000 Ost-Deutschen die größte.
Diese Menschen fragten um Erlaubnis für eine Ausreise.
Sie wollten einfach weg aus Ost-Deutschland.

Karteikarten in einem Schrank

Geheim-Dienste in Ost und West

Langtext

Während dem Kalten Krieg waren die Geheim-Dienste besonders wichtig.
Ein Geheim-Dienst ist eine Gruppe, die für die Regierung arbeitet.
Ein Geheim-Dienst sammelt Informationen.
Zum Beispiel über Personen, die etwas gegen die Regierung sagen.

In Ost-Deutschland und West-Deutschland gab es jeweils einen eigenen Geheim-Dienst.

Der Geheim-Dienst im Westen wollte Informationen über den Osten.
Man befragte die Geflüchteten über das Leben im Osten.
Man wollte wissen, ob die Menschen im Osten genug Lebensmittel hatten.
Und man wollte Informationen über Militär und Forschung.

In Ost-Deutschland war der Geheim-Dienst besonders aktiv.
Der Geheim-Dienst hieß Staats-Sicherheit.
Das wurde oft mit Stasi abgekürzt.

Viele Ost-Deutsche haben für die Stasi gearbeitet.
Diese Menschen hießen inoffizielle Mitarbeiter.

Die inoffiziellen Mitarbeiter haben Freunde und Familie belauscht.
Wenn eine Person etwas Schlechtes über die Regierung gesagt hat,
dann haben die inoffiziellen Mitarbeiter das der Stasi gemeldet.

Die Stasi hat manchen inoffiziellen Mitarbeitern einen neuen Namen gegeben.
Mit dem neuen Namen haben die inoffiziellen Mitarbeiter im Westen gearbeitet.
Dort haben sie Informationen gesammelt.
Diese Informationen haben sie der Stasi gegeben.

Todes-Opfer an der Berliner Mauer

Kreuz steht neben der Berliner Mauer, im Hintergrund ist ein Hochhaus zu sehen

Gedenk-Zeichen für Peter Fechter, circa 1980 © Stiftung Berliner Mauer, Foto: Edmund Kasperski

An der Berliner Mauer starben mindestens 140 Menschen.

Wer waren diese Menschen?
•    101 Geflüchtete
•    30 Menschen im Grenz-Bereich in Ost und West ohne Absicht zu fliehen
•    1 russischer Soldat
•    8 Soldaten aus Ost-Berlin

Vor dem Bau der Berliner Mauer waren schon 39 Menschen an der Grenze ums Leben gekommen.

Die Stiftung Berliner Mauer hat nachgeforscht:
Wer waren die Menschen, die an der Berliner Mauer gestorben sind?
Was haben sie gemacht?

Die Lebens-Geschichte von diesen Menschen kann man auf der Internet-Seite Chronik der Mauer nachlesen.
Das ist der Link:
https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/ 
 Die Seite ist nicht in Leichter Sprache.

Todes-Opfer an der Grenze zwischen Ost und West

Auch an der langen Grenze zwischen Ost-Deutschland und West-Deutschland gab es Todes-Opfer.
Man weiß nicht, wie viele Menschen genau gestorben sind.

Die Stiftung Berliner Mauer geht von etwa 650 Opfer an den Grenzen aus.
Dazu zählen auch die Menschen, die in der Ostsee ertrunken sind.
 

Gedenken

Ein Mann steht auf einer Bühne vor einer Menschenmenge

Der Direktor der Stiftung, Prof. Dr. Axel Klausmeier, bei einer Gedenk-Veranstaltung, 9.11.2025 © Stiftung Berliner Mauer, Foto: Ladan Rezaeian

Jedes Jahr finden in der Gedenk-Stätte Berliner Mauer Veranstaltungen statt:
•    am 13. August
Wir erinnern an den Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961.
•    am 9. November
Wir erinnern an den Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989.

Wir wollen bei den Veranstaltungen besonders an die Menschen erinnern:
•    an die Todes-Opfer an der Berliner Mauer
•    an die mutigen Menschen, die sich im Herbst 1989 für die Freiheit eingesetzt haben

Jedes Jahr kommen zu den beiden Veranstaltungen viele Gäste aus Politik und Gesellschaft.

Am 9. November 2019 war der 30. Jahres-Tag vom Fall der Berliner Mauer.
Bundes-Kanzlerin Angela Merkel hielt eine Rede.

Am 13. August 2021 fand der 60. Jahres-Tag vom Bau der Berliner Mauer statt.
Hier sprach Bundes-Präsident Frank-Walter Steinmeier.

Am 9. November 2024 war der 35. Jahres-Tag vom Fall der Berliner Mauer.
Auch hier kam wieder Bundes-Präsident Frank-Walter Steinmeier.

Andachten für die Opfer
Kapelle der Versöhnung im Außengelände

Andachten für die Opfer

Wir machen regelmäßig Andachten in der Kapelle der Versöhnung.
Mit den Andachten wollen wir an die 140 Todes-Opfer an der Berliner Mauer erinnern.
Bei jeder Andacht erzählen wir die Lebens-Geschichte von einem Todes-Opfer.
Die Andachten finden immer am Dienstag bis Freitag von 12 bis 12:15 Uhr statt. (Nur März bis November)

Mehr Informationen hier: www.stiftung-berliner-mauer.de/de/andachten
Die Seite ist nicht in Leichter Sprache.

Kommen Sie gern vorbei!
Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Kapelle der Versöhnung im Außengelände

Weitere Informationen

Besucher an der Gedenkstätte Berliner Mauer

Start-Seite Leichte Sprache

Hier finden Sie alle Inforationen in Leichter Sprache

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Besucher an der Gedenkstätte Berliner Mauer

Besuchen

Hier finden Sie alle Informationen zum Besuch.

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Alle sechs Stand-Orte der Stiftung Berliner Mauer

Stand-Orte

Hier stellen wir die sechs Stand-Orte der Stiftung Berliner Mauer vor. 

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Besucherzentrum der Stiftung Berliner Mauer

Über die Stiftung Berliner Mauer

Hier stellen wir die Stiftung Berliner Mauer vor. 

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