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Gedenkort

Kapelle der Versöhnung

Kapelle der Versöhnung im Außengelände der Gedenkstätte Berliner Mauer

Kapelle der Versöhnung im Außengelände der Gedenkstätte Berliner Mauer, 2014 © Stiftung Berliner Mauer

Nur wenige Meter vor dem Eingang in die Versöhnungskirche verlief die Grenze zu West-Berlin. Nach dem Bau der Berliner Mauer stand der neugotische Backsteinbau aus dem Jahr 1894 im Todesstreifen – unerreichbar für die Gemeinde. 1985 befahl die DDR-Regierung die Kirche zu sprengen. Nach dem Fall der Berliner Mauer erhielt die Gemeinde das Grundstück zur sakralen Nutzung zurück. Am 9. November 2000, dem 11. Jahrestag des Mauerfalls, konnte ein neues Gotteshaus eingeweiht werden.

Die Berliner Architekten Sassenroth und Reitermann haben die Kapelle der Versöhnung entworfen. Ein Umgang aus Holzlamellen erschließt den oval geformten Bau. Mit dem lichtdurchfluteten Eingangsbereich wird der Besucher auf den sakralen Ort eingestimmt. Der Innenraum ist nach Osten ausgerichtet und aus massivem Stampflehm erbaut. Der aus der Mutterkirche gerettete Altar kehrte an seinen Platz zurück, die für ihn geschaffene Nische überragt als Lichtschacht das Dach der Kapelle. Der Altartisch wurde nach Osten gedreht, die für die „Sicherung“ der Grenzanlagen zugemauerte Kellertreppe der alten Kirche freigelegt.

Die moderne Kapelle der Versöhnung ist Teil der Gedenkstätte Berliner Mauer; sie ist Raum der Besinnung und Andacht. Regelmäßig wird mit Gottesdiensten für die Toten an der Berliner Mauer an Einzelschicksale erinnert.

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Karte der Erinnerungsorte

Die Berliner Mauer ist aus dem Stadtbild verschwunden. Die Karte zeigt Orte des Erinnerns an die Berliner Mauer im heutigen Stadtraum. Es gibt Gedenkorte, Infotafeln, Ausstellungen und Kunstwerke. Die Karte bietet einen Zugang zu historischen Ereignissen, persönlichen Schicksalen und unterschiedlichen Ausdrucksformen der Erinnerungskultur.

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