Podiumsgespräch mit Marie Jeschke, Martina Weyrauch und Hope Harrison, © Stiftung Berliner Mauer
Ausstellung: Wo Kolibris Schwimmen
Leben und Tod an der Ostseegrenze der DDR
Seit dem 24. Juni ist die neue Sonderausstellung in der Bernauer Straße zu sehen. Im Mittelpunkt steht die Ostsee als Teil des Grenzregimes der DDR. Sie war ein Raum, in dem sich auf besondere Weise zwei Wirklichkeiten überlagerten: Während viele Menschen dort ihre Ferien verbrachten, lebten und arbeiteten, versuchten andere über das Wasser der SED-Diktatur zu entkommen. Mindestens 135 Menschen verloren dabei ihr Leben.
Die 1982 in Rostock geborene Künstlerin Marie Jeschke nähert sich diesem besonderen Ort auf ungewöhnliche Weise. Ihre Malereien entstehen direkt im und mit den Gewässern, die einst die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland markierten. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl ihrer Werke.
Zur Vernissage der Ausstellung kamen Kunst und Geschichtswissenschaft zusammen. Die Historikerin Hope Harrison ordnete die Fluchtbewegungen über die Ostsee historisch ein, bevor Marie Jeschke Einblicke in die Entstehung ihrer Werke und ihre Arbeit an den Gewässern gab.