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Die angeschwemmten, beschädigten Faltboote der bei der Ostsee-Flucht verunglückten Familie Balzer, 1979 © BStU, MfS, BV Dresden, KD DDL, Nr. 3166, Seite 147 ff.

Die angeschwemmten, beschädigten Faltboote der bei der Ostsee-Flucht verunglückten Familie Balzer, 1979 © BStU, MfS, BV Dresden, KD DDL, Nr. 3166, Seite 147 ff.

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Sonderausstellung

Wo Kolibris schwimmen

Leben und Tod an der Ostseegrenze der DDR

24. Juni – 20. September 2026

Die Ostsee markierte in der DDR einen Raum, in dem sich zwei Wirklichkeiten überlagerten: Urlaubslandschaft und tödlich bewachte Staatsgrenze. Während viele Menschen an der Küste ihren Sommer verbrachten, versuchten andere, über genau dieses Wasser der SED-Diktatur zu entkommen. Mindestens 135 Menschen verloren dabei ihr Leben. Die Ostsee ist damit ein Raum, in dem sich alltägliche Erfahrungen und politische Gewalt auf besondere Weise vermengen. 

Die Künstlerin Marie Jeschke nähert sich diesem Erinnerungsraum auf ungewöhnliche Weise: Ihre Malereien entstehen direkt im und mit den Gewässern, die einst die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland markierten – Ostsee, Spree, Teltowkanal. Die Sonderausstellung zeigt eine Auswahl ihrer Werke. Begleitende Fotografien dokumentieren den besonderen Schaffensprozess an der Schnittstelle von zeitgenössischer Malerei und Erinnerungskultur. 

Ergänzt werden die künstlerischen Arbeiten von Marie Jeschke durch Objekte aus der Sammlung der Stiftung Berliner Mauer: Unter anderem sind ein Radio, eine Tauchkompass und ein Paddel zu sehen - Gegenstände, die Kurt Rick 1963 bei seiner erfolgreichen Flucht über die Ostsee gebrauchte. Die Verbindung von Kunst und historischen Objekten eröffnet einen Blick auf die Erfahrungen und Schicksale der Menschen, die diese Grenzen überwinden wollten.

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