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Buchvorstellung, Lesung

Aus Trümmern werden Stadien

Stadtplanung, Architektur und Sport in der frühen DDR

Donnerstag, 24.9.2026, 18:30 Uhr

Nach 1945 errichtete die DDR-Führung mit großem Aufwand repräsentative Sportstätten in Ost-Berlin, die heute fast komplett verschwunden sind. Anhand des Walter-Ulbricht-Stadions, des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks oder der Werner-Seelenbinder-Halle erzählt Ulrich Pfeil von der Enttrümmerung und dem Wiederaufbau der geteilten Stadt. Die Baugeschichten vermitteln nicht nur neue Einblicke in die Ost-Berliner Stadtplanung und Architektur, sondern illustrieren zugleich, wie die SED ihre Herrschaft in den frühen Jahren der DDR durchsetzte. Gerade in Berlin gehörte der Sportstättenbau zum Systemwettstreit im Kalten Krieg. Die SED versuchte, die Überlegenheit des Sozialismus zu demonstrieren – nicht zuletzt über den Stadionbau. 

Das anschließende Gespräch bietet Gelegenheit, das Thema des Buches mit Blick auf sportwissenschaftliche Aspekte sowie soziale und gesellschaftsstrukturelle Fragestellungen in Bezug auf die DDR und ihre Architektur zu diskutieren.

Programm

  • Begrüßung: Prof. Dr. Axel Klausmeier (Stiftung Berliner Mauer) 
  • Impuls: Prof. Dr. Ulrich Pfeil, Historiker (Université de Lorraine, Metz)
  • Diskussion mit: Dr. Jutta Braun (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Prof. Dr. Ulrich Pfeil und Dr. Harald Engler (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner) 
    Moderation: Prof. Dr. Axel Klausmeier

In Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Ch. Links Verlag

Standort
Gedenkstätte Berliner Mauer
Kosten
kostenfrei
Treffpunkt

Besucherzentrum, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

Info

Anmeldung erbeten

Zur Anmeldung

Podium

Prof. Dr. Ulrich Pfeil ist Experte für die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert, des Kalten Krieges sowie der DDR und des Sports in den internationalen Beziehungen. Er ist seit 2010 Professor für Deutschlandstudien an der Université de Lorraine in Metz.

Dr. Jutta Braun ist seit 2010 Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam in der Abteilung IV „Regime des Sozialen“, welche sie seit September 2022 leitet. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen DDR- und Transformationsforschung, Kultur- und Kunstgeschichte, Behörden- und Sportgeschichte sowie Gesundheitspolitik und deutsch-deutsche Beziehungen.

Dr. Harald Engler hat in verschiedenen Projekten zur Stadtgeschichte Berlins und zur brandenburgischen Landesgeschichte gearbeitet und verstärkt aktuell zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR. Am Leibniz-Institut für Raumbezogenen Sozialforschung in Erkner leitet er seit 2012 den Forschungsschwerpunkt „Zeitgeschichte und Archiv“.
 

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