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Blick in die Bernauer Straße

Foto: Jürgen Hohmuth

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Ausstellung

Dauerausstellung im Gedenkstättenareal

Am historischen Ort veranschaulicht die Dauerausstellung im ehemaligen Grenzstreifen Zweck und Funktion der Berliner Mauer. Sie erläutert den Ort, die wichtigsten Ereignisse und die historischen Zusammenhänge. Es werden die Geschichten von Menschen erzählt, deren Leben durch die Mauer eingeschränkt war, die ihr weichen mussten oder die sie zu überwinden versuchten.

Auf dem gesamten Gelände sind zahlreiche Relikte und Spuren der Grenzanlagen zu entdecken. Dort, wo sie verlorengegangen sind, werden sie durch Nachzeichnungen aus rostrotem Cortenstahl wieder sichtbar gemacht. Mit demselben Material werden abgerissene Grenzhäuser, die gesprengte Versöhnungskirche und Fluchttunnel nachgezeichnet. Archäologische Fenster zeigen teils ältere Schichten der Grenzanlagen, teils Spuren der Stadt, wo sie von Mauer und Grenzstreifen verdrängt worden ist. Ereignismarken im Boden machen auf besondere Ereignisse am Ort des Geschehens aufmerksam. Die Geschichten können Sie im Detail über den mobilen Tourguide und in Flyern (erhältlich im Besucher- oder Dokumentationszentrum) nachlesen.

Die Mauer und der Todesstreifen

Dieser Bereich zeigt die Mauer als wesentliches Element der Herrschaftssicherung der SED-Diktatur. Er macht die Brutalität und Funktion des Grenzregimes sichtbar und verweist auf die Konsequenzen für die Stadt und die Menschen in Ost und West. Bei der Gestaltung der Ausstellung wurde die Bergstraße wieder freigelegt, die unter dem Grenzstreifen weitgehend erhalten geblieben ist und bis heute von der Mauer durchtrennt ist.

Eingebettet in diesen Bereich ist das "Fenster des Gedenkens". Es zeigt die Namen, Lebensdaten und Fotos der Todesopfer an der Berliner Mauer und ermöglicht so ein individuelles Erinnern.

Die Zerstörung der Stadt

Der Bereich widmet sich den Auswirkungen des Mauerbaus auf das Leben in der Bernauer Straße. Im Mittelpunkt stehen die Bewohnerinnen und Bewohner der Grenzhäuser, ihren Alltag vor dem Mauerbau und ihre Erfahrungen danach. Viele nutzten ihre Wohnungen zur Flucht in den Westen, andere mussten eine Zwangsumsiedelung erleben. Die Häuser wurden Mitte der 1960er Jahre abgerissen, um die Grenzanlagen auszubauen. Heute sind ihre Umrisse im Boden nachgezeichnet und mit den Hausnummern versehen. Vom Grenzhaus Bernauer Str. 10a sind die Kellerräume freigelegt.

In diesem Bereich wird auch die Geschichte der Versöhnungskirche und der Fluchttunnel in der Bernauer Straße erläutert.

Der Bau der Mauer

Dieser Bereich thematisiert den ununterbrochenen Aus- und Umbau der Grenzanlagen. Außerdem wird die Überwachung des „Grenzvorfeldes“, also des unmittelbar vor der Mauer in Ost-Berlin gelegenen Bereichs erklärt. Hierzu gehört die Überwachung der Bewohnerinnen und Bewohner im Grenzgebiet, aber auch die Beteiligung vieler Menschen am Grenzregime – sei es in einer Tätigkeit für die zivile Verwaltung, als Zuträger für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) oder als freiwilliger Helferin oder Helfer der Volkspolizei oder der Grenztruppen.

Alltag an der Mauer

Dieser Teil der Ausstellung veranschaulicht entlang des ehemaligen Postenweges die Auswirkungen der Mauer auf den eingeschlossenen Westteil der Stadt und seine Bewohnerinnen und Bewohner. Thema sind hier auch Staatsbesuche und Mahnwachen, mit denen immer wieder auf die Einmauerung der Stadt hingewiesen wurde, und die propagandistischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West an der Mauer. Im Fokus steht der Dienstalltag der Grenzsoldaten sowie der west-alliierten und West-Berliner Einsatzkräfte an der Mauer.

Themenstationen zu Fluchttunneln und zur Maueröffnung an der Bernauer Straße verdeutlichen die Besonderheit des Ortes.

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