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Pressemitteilung, 9.9.2026

Stiftung Berliner Mauer startet neue Maßnahmen an der East Side Gallery

Die Stiftung Berliner Mauer plant im Herbst 2026 mehrere Maßnahmen zum Erhalt der East Side Gallery: Im Mittelpunkt stehen die Sicherung historischer Mauerreste, die Restaurierung bedeutender Mauerbilder sowie die Schaffung des East Side Labs, eines neuen Freiraums für Kunst. Durch die Erprobung geeigneter Verfahren zur Graffiti-Entfernung und zum Schutz der historischen Substanz sollen diese bedeutenden Zeugnisse der Berliner Teilungs- und Grenzgeschichte wieder sichtbar gemacht und dauerhaft gesichert werden.

Mauerbild von japanischer Künstlerin wird versetzt

Am 8. und 9. September wird das Mauerbild „Paradise out of the Darkness“ der japanischen Künstlerin Kikue Miyatake von seinem bisherigen temporären Standort versetzt. Das Werk war 1997 aus der East Side Gallery in den Park versetzt worden. Durch die Neuaufstellung wird es wieder als Teil der Galerie sichtbar. Ab dem 20. Oktober wird das von Graffiti überdeckte Werk gemeinsam mit der Künstlerin restauriert. Kikue Miyatake reist dafür aus Japan nach Berlin. Sie ist die einzige japanische Künstlerin der East Side Gallery.

Letztes Originalgemälde von 1990 wird konserviert

Außerdem wird bereits seit ein paar Wochen das Mauerbild „Hands“ von Margaret Hunter und Peter Russell konservatorisch behandelt. Es ist das einzige erhaltene Originalgemälde der East Side Gallery aus dem Jahr 1990. Ziel ist es, dieses wichtige Zeugnis der Entstehungszeit der Galerie möglichst langfristig zu bewahren.

Seltene Mauerreste von 1961 werden wieder sichtbar

65 Jahre nach dem Mauerbau richtet die Stiftung Berliner Mauer den Blick zudem auf selten erhaltene Mauerreste aus dem Jahr 1961. Die Hohlblocksteine befinden sich unmittelbar neben den 1977 errichteten Grenzmauersegmenten nah der East Side Gallery und dokumentieren die frühe Phase der Berliner Mauer. Die Steine werden restauratorisch behandelt und mit einem Graffitischutz versehen, um ihre Substanz dauerhaft zu erhalten. 

East Side Lab eröffnet neuen Freiraum für Kunst

Mit dem East Side Lab entsteht im Oktober ein neuer Open-Air-Ort für künstlerische Aktivitäten an der East Side Gallery. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Hertz-Gymnasiums wird eine zwölf Meter breite Leinwand gestaltet. Ab April 2027 sollen dort regelmäßig Kunst-Workshops und offene Angebote stattfinden. Das East Side Lab schafft einen Raum, in dem künstlerische Auseinandersetzung ausdrücklich erwünscht ist, und ergänzt den Denkmal- und Erinnerungsort East Side.

Finanzierung

Für die Versetzung und Restaurierung des Mauerbildes von Kikue Miyatake werden Mittel für Kunst am Bau des Gesamtprojektes „Ertüchtigung des Berliner Mauerweges“ verwendet. Das unter der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt als Bedarfsträgerin geführte und von der Grün Berlin GmbH umgesetzte Projekt unterstützt das Vorhaben Kunst am Bau mit anteilig zur Verfügung stehenden GRW - (Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur") Fördermitteln und Landesmitteln. Die Konservierung des Mauerbildes „Hands“ sowie die Maßnahmen an den historischen Mauerresten von 1961 werden von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützt.

Alle Maßnahmen sind Teil der Initiative Ein Denkmal, das bleibt!, die anlässlich des 35. Jahrestages der East Side Gallery im Jahr 2025 initiiert wurde. Sie bündelt Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen, stärkt Forschung und Monitoring und schafft die Grundlage für einen langfristigen Fahrplan zur Restaurierung und Pflege der East Side Gallery.

Kontakt

Hannah Berger
Pressesprecherin | Leiterin der Abteilung Kommunikation und Veranstaltungen
T: +49 (0)30 213 085 162

presse [at] stiftung-berliner-mauer.de
Versetzung der Mauerelemente

© Stiftung Berliner Mauer

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Konservierung von Hands

© Stiftung Berliner Mauer

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