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Pressemitteilung, 9.12.2025

Stiftung Berliner Mauer diskutiert Zukunftsperspektiven für die East Side Gallery

Berlin, 9. Dezember – Die East Side Gallery kommt in die Jahre und die Stiftung Berliner Mauer setzt sich vorausschauend für ihren denkmalgerechten Erhalt ein. Anlässlich des 35. Jahrestages des weltweit bekannten Abschnitts der Berliner Mauer hat sie zu einem interdisziplinären Fachgespräch eingeladen, um über die Zukunft des fragilen Denkmals, Aspekte seines Denkmalwertes sowie über Methoden zur Konservierung des weltweit bekannten Mauerabschnitts zu diskutieren. Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier betont: „Das Fachgespräch hat gezeigt, wie sehr die East Side Gallery im Spannungsfeld zwischen touristischer Nutzung und den sensiblen Anforderungen eines nachhaltigen Substanzerhalts steht. Das müssen wir berücksichtigen, wenn wir eine tragfähige Zukunftsstrategie und Handlungsleitlinien für die Galerie entwickeln wollen. Dabei ist interdisziplinäre Zusammenarbeit unerlässlich.“

Die Ergebnisse des Gesprächs bilden die Grundlage eines längerfristigen Austausch- und Dokumentationsprozesses mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen, der 2026 intensiviert wird und etwa zwei Jahre andauern wird. Geplant ist ein umfassendes Monitoring und eine digitale Kartierung, das Anlegen von Musterflächen für restauratorische Maßnahmen sowie schließlich die Entwicklung innovativer Formate der Denkmalvermittlung.

Bei der Totalrekonstruktion der East Side Gallery vor mehr als 15 Jahren – 2008/2009 – wurde das Denkmal buchstäblich auf Anfang gesetzt: Der Beton wurde saniert und die Mauerbilder von vielen Künstlerinnen und Künstlern neu geschaffen – mitunter mit deutlichen Veränderungen gegenüber ihren Originalen aus dem Jahr 1990. Aktuelle Schäden an Mauer und Kunstwerken werfen nun die Frage nach einer langfristigen Erhaltungsstrategie auf:  Wie kann die fragile Mauermalerei im öffentlichen Raum dauerhaft erhalten werden? Lassen sich aktuelle künstlerische Beiträge oder Ergänzungen mit der Bewahrung des Denkmals in Einklang bringen? Welche Bedeutung hat die East Side Gallery als Berliner Sehenswürdigkeit für rund 4,2 Millionen Besuchende im Jahr?

Die am Fachgespräch beteiligten Referentinnen und Referenten kamen aus folgenden Institutionen:

  • Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
  • Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • Künstlerinnen und Künstler der East Side Gallery
  • Landesdenkmalamt Berlin
  • Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege
  • University College London
  • Graffitiarchiv / Archiv der Jugendkulturen e.V. Berlin
  • Städtische Galerie Rosenheim
  • Buch & Schudrowitz Restauratoren eGBR Berlin
  • think SI3 GmbH Berlin

Kontakt

Hannah Berger
Pressesprecherin | Leiterin der Abteilung Kommunikation und Veranstaltungen
T: +49 (0)30 213 085 162

presse [at] stiftung-berliner-mauer.de
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