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Pressemitteilung, 5.1.2026

Pressemitteilung: Jahresbilanz 2025

Mehr als 5.000 Gruppenbuchungen 2025

Berlin, 5. Januar 2026 – Die Stiftung Berliner Mauer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück: Die Zahl der Buchungen für Gruppen stieg um mehr als 7 Prozent auf über 5.000 an (2024: 4.643). Die Besuchszahlen an den unterschiedlichen historischen Orten zu Mauer und Teilung entwickelten sich stabil. Neben der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße gehören mit der East Side Gallery, der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, der Gedenkstätte Günter Litfin und dem Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt vier weitere historische Orte zur Stiftung Berliner Mauer. Außerdem engagiert die Stiftung sich für einen neuen Erinnerungsort am ehemaligen Checkpoint Charlie. 

Zahl der Einzelbesuche steigt
2025 kamen rund 1,4 Millionen Besucherinnen und Besucher die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Die Besuchszahlen übersteigen damit das Niveau des letzten Jahres (2024: 867.000) und vor der Corona-Pandemie (2019: 1,2 Mio.). Auch die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde (10.596 Besuche | 2024: 9.805) sowie das Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt (6.800 Besuche | 2024: 6.700) besuchten 2025 mehr Menschen als 2024. Die Gedenkstätte Günter Litfin verzeichnete mit 5.400 Besuchen einen Rückgang der Besuchszahlen im Vergleich zu 2024 (8.200). Die East Side Gallery wird jedes Jahr schätzungsweise von rund 4 Millionen Menschen besucht, eine exakte Zählung existiert nicht.* 

5.000 Gruppenbuchungen
Die Nachfrage nach Bildungs- und Vermittlungsangeboten der Stiftung Berliner Mauer entwickelte sich 2025 sehr positiv: Es gab an den fünf historischen Orten 5.000 Buchungen von Gruppen mit 95.712 Teilnehmenden, darunter 4.057 Schulklassen und rund 300 Erwachsenenbildungsgruppen (2024: 4.651). Besonders gefragt waren Zeitzeugengespräche, deren Zahl um rund 11 Prozent auf 221 Buchungen im Vergleich zum Vorjahr anstieg (2024: 199). Mehr als zwei Drittel (3.310) aller Gruppenbuchungen kamen aus Deutschland. Die meisten Gruppen kamen 2025 aus Berlin (1.014). Außerdem nutzten viele Gruppen aus Bayern (478), Baden-Württemberg (434) und Nordrhein-Westfalen (538) die Angebote der Stiftung. Aus den östlichen Bundesländern kamen mit 230 Gruppen deutlich weniger Menschen nach Berlin. 

Großes internationales Interesse 
Führungen zum Thema Mauer und Teilung in Berlin am historischen Ort sind auch bei europäischen und internationalen Gruppen beliebt: 2025 kamen besonders viele Buchungen aus Frankreich (290), den USA (107), Großbritannien (134) und Italien (149), gefolgt von den Niederlanden (85) und Spanien (70). 

Inklusive Angebote
Die inklusive Vermittlungsarbeit gewann 2025 weiter an Bedeutung. Führungen in Leichter Sprache verzeichneten einen Anstieg um 43 Prozent auf 681 Teilnehmende (2024: 464). Führungen in Gebärdensprache verdoppelten sich auf 109 Teilnehmende (2024: 52).

34 Veranstaltungen & Live-Speaking 
Neben den zentralen Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des Mauerbaus am 13. August und des Mauerfalls am 9. November richtete die Stiftung Berliner Mauer in diesem Jahr 34 öffentliche Veranstaltungen aus, darunter ein Sonderprogramm anlässlich des 35-jährigen Bestehens der East Side Gallery sowie Diskussionen, Konzerte, Lesungen und Fachvorträge. An allen historischen Orten wird regelmäßig sogenanntes Live-Speaking angeboten, das heißt Guides stehen Interessierten vor Ort für Fragen zur Verfügung: 2025 gab es 171 Termine, an denen rund 7.000 Menschen teilgenommen haben. 

Ausblick
Im Mittelpunkt der Planungen der Stiftung Berliner Mauer für 2026 steht der 65. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August. Die zentrale Gedenkveranstaltung sowie ein Sonderprogramm sollen in der Bernauer Straße stattfinden und über das historische Datum und die Auswirkungen informieren. Außerdem wird in der Stiftung derzeit eine neue Dauerausstellung für die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde konzipiert.

* Die Gesamtbesuchszahlen werden gerundet angegeben, da durch die großen, frei zugänglichen Außenareale der Gedenkorte keine exakte Zählung möglich ist. Anders ist es bei den buchbaren Angeboten wie Führungen oder Seminaren. Dort wird die Gesamtzahl über die Buchungssoftware ermittelt. 

Kontakt

Hannah Berger
Pressesprecherin | Leiterin der Abteilung Kommunikation und Veranstaltungen
T: +49 (0)30 213 085 162

presse [at] stiftung-berliner-mauer.de
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