© Kulturprojekte Berlin, Foto: Alexander Rentsch, Installation: Hubertus Hamm
65 Jahre Mauerbau
150.000 Menschen besuchen temporären Erinnerungsort am Brandenburger Tor
Berlin, 17. August 2026 – Mit sehr großer Resonanz geht das von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer gestaltete Programm „65 Jahre Mauerbau“ zu Ende. Den temporären Erinnerungsort mit Installation und Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor besuchten rund 150.000 Menschen. Außerdem luden über 80 Veranstaltungen in ganz Berlin zum gemeinsamen Gedenken ein.
Vom 13. bis 16. August war am Brandenburger Tor, in der Gedenkstätte Berliner Mauer und stadtweit ein Programm zu erleben, das die Geschichte des Mauerbaus und der deutschen Teilung veranschaulichte, der Opfer gedachte, aber auch die Gegenwart in den Blick nahm. Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor lud mit der Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ zur Auseinandersetzung mit der Geschichte und schaffte mit kostenfreien Führungen und Live Speaking-Angeboten Momente des Austauschs und der Vermittlung. Zugleich bot die 30 Meter lange Installation, die an die Brutalität der Grenzziehung erinnert, aber auch mit Momenten der Durchlässigkeit spielt, einen Raum der Begegnung und der Reflexion. Beides fand sowohl bei Berlinerinnen und Berlinern als auch bei einem internationalen Publikum großen Anklang. Dadurch entwickelte sich der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor insbesondere durch die aktive Beteiligung der Menschen selbst zu einem lebendigen Ort des Erinnerns.
In der Gedenkstätte Berliner Mauer wurde am 13. August die zentrale Gedenkveranstaltung des Landes Berlin und des Bundes zum 65. Jahrestag des Mauerbaus veranstaltet und bot einen würdigen Rahmen für das Gedenken an die 140 Todesopfer. Auch darüber hinaus boten etwa die Lesungen der Biografien der Todesopfer Raum für das Innehalten und das Gedenken. Zugleich wurde durch die Stiftung Berliner Mauer, aber auch mit den stadtweiten Veranstaltungen diverser Partnerinnen und Partnern ein Programm gestaltet, das mit Ausstellungen, Gesprächen, Führungen, Lesungen, Kino und Konzerten ganz unterschiedliche Zugänge und auch Perspektiven vermittelte und durchweg sehr gut besucht war. Dank der vielen Partnerinnen und Partnern, den verschiedenen Orten und Veranstaltungsformaten wurde mit „65 Jahre Mauerbau“ eine Vielzahl an Menschen erreicht, wurden Räume für Austausch, Erinnerung und Reflexion gestaltet und das Gedenken in die Stadt getragen.
Heute besteht die letzte Chance, Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor zu besichtigen.
Weitere Informationen sind unter www.mauerbau65.berlin zu finden.
Pressefotos liegen hier zum Download bereit.
Pressekontakt
Lisa Schmidt
l.schmidt [at] kulturprojekte.berlin
030-24749-797
Ein Projekt von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer, in Kooperation mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ermöglicht durch Mittel des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der LOTTO-Stiftung Berlin.
Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor wird konzipiert und realisiert von Kulturprojekte Berlin, mit einer Ausstellung kuratiert von der Stiftung Berliner Mauer. Die Installation am Brandenburger Tor ist das Werk vi|ew des Künstlers Hubertus Hamm. Er wird bei diesem Projekt vertreten von art Next Level mit Unterstützung von Artikel 1 Initiative für Menschenwürde e.V.
Aufgrund der Demonstration „Rave The Planet Parade“ bleiben Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor am 15. August geschlossen, dafür sind diese über den Programmzeitraum hinaus am 17. August geöffnet.
Kontakt
Hannah Berger
Pressesprecherin | Leiterin der Abteilung Kommunikation und Veranstaltungen
T: +49 (0)30 213 085 162