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Pressemitteilung, 5.8.2026

65 Jahre Mauerbau

Pressekonferenz am 12.8. am Brandenburger Tor und Grenz- und Geisterbahnhöfe

Zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer gestalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13. bis 16. August einen temporären Erinnerungsort am Brandenburger Tor, der mit einer Installation und Ausstellung an die Grenzabriegelung erinnert. Die S-Bahn-Strecke entlang ehemaliger Grenz- und Geisterbahnhöfe verbindet das Programm am Brandenburger Tor mit der Gedenkstätte Berliner Mauer. Auf deren Geschichte machen ab sofort großflächige Plakate entlang der S-Bahn-Linie aufmerksam.

Am 12. August um 12 Uhr findet die Pressekonferenz mit Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, am Brandenburger Tor statt – mit Präsentation der großformatigen Installation und der Open-Air-Ausstellung auf dem Platz des 18. März.
 
Die Teilung Berlins im Untergrund
Die S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 verbinden entlang ehemaliger Grenz- und Geisterbahnhöfe zwei zentrale Erinnerungsorte der deutschen Teilungsgeschichte: das Brandenburger Tor und die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Geisterbahnhöfe an dieser Strecke, also geschlossene und streng bewachte Bahnhöfe in Ost-Berlin, durch die die S-Bahn ohne Halt durchfuhr, waren u. a. die Stationen Brandenburger Tor, Oranienburger Straße und Nordbahnhof. Der Bahnhof Friedrichstraße war ein Grenzbahnhof, an dem eine Einreise in die DDR möglich war und Grenzkontrollen stattfanden. Ab sofort wird mit Plakaten und großflächigen Hinweisen in diesen Stationen mittels QR-Code auf die Geschichte der früheren Grenz- und Geisterbahnhöfe und die Teilung Berlins im Untergrund aufmerksam gemacht. Mehr Informationen unter mauerbau65.berlin/bahnhoefe
 
Stadtweites Programm vom 13. bis 16. August
So wirkt das Programm von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer bereits jetzt in die Stadt hinein und öffnet Räume für die Auseinandersetzung mit der Berliner Mauer. Vom 13. bis 16. August findet in ganz Berlin ein umfangreiches Programm von zahlreichen Partnern statt, das Geschichte veranschaulicht und zugleich die Gegenwart in den Blick nimmt, der Opfer gedenkt und unterschiedliche Perspektiven auf Mauer und Teilung beleuchtet. Neben der Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor, gibt es auch zwei weitere Ausstellungstafeln an den Bahnhöfen Friedrichstraße und Nordbahnhof.  Zudem finden an vielen weiteren Orten in Berlin Führungen, Konzerte, Gespräche und Lesungen zum Thema statt.

Pressekonferenz am 12. August, 12–13 Uhr am Brandenburger Tor
Wir laden Sie zur Pressekonferenz am Brandenburger Tor zur Präsentation des temporären Erinnerungsortes mit einer großformatigen Installation und Open-Air-Ausstellung auf dem Platz des 18. März sowie der Vorstellung des stadtweiten Programms anlässlich des 65. Jahrestags des Berliner Mauerbaus ein. 
Die 30 Meter lange und fast drei Meter hohe großformatige Installation vor dem Brandenburger Tor erinnert räumlich an die Berliner Mauer, ist aber ausdrücklich keine Rekonstruktion. Je nach Standpunkt des Betrachtenden  wirkt die Installation aufgrund des speziellen Materials transparent oder undurchdringlich. Sie erinnert damit an die Brutalität der einstigen Grenzabriegelung, gleichzeitig aber auch daran, dass sie die Stadt letztlich nicht dauerhaft spalten konnte. Zugleich regt sie zum Nachdenken über heutige Mauern und Grenzen an. Parallel dazu präsentiert die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ historische Fotografien, die den Alltag in der geteilten Stadt mit der Mauer dokumentieren. 

Pressekonferenz
Datum:          Mittwoch, 12. August 2026
Uhrzeit:         12–13 Uhr
Ort:                Platz des 18. März, 10117 Berlin / Infopoint 65 Jahre Mauerbau

Es sprechen: 

  • Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin,
  • Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, 
  • Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin,
  • Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer und
  • Simone Leimbach, Leiterin Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin.

Ablauf: 
11:45 Uhr: Öffnung Pressecounter / Presseakkreditierung 
12–12:15 Uhr: nur für Foto- und Kamerateams: 
Rundgang der oben genannten Sprechenden durch die Open-Air-Ausstellung und Besichtigung der Installation am Brandenburger Tor. 

Bitte beachten Sie, dass aus Sicherheits- und Platzgründen bei dem kurzen Rundgang nur Foto- und Kamerateams zugelassen sind. 

12:15 Uhr: Offizieller Fotocall / Beginn Pressekonferenz
Im Anschluss: Fragen, Fotos und Kurzinterviews

Vor Ort sind auch der Künstler Hubertus Hamm, der die Installation gestaltet hat, und die Zeitzeugin Renate Werwigk-Schneider, die nach zwei gescheiterten Fluchtversuchen und einer Inhaftierung 1968 von der BRD freigekauft wurde. Beide stehen für Gespräche zur Verfügung.

ca. 12:45 Uhr: Ende Pressekonferenz

Bitte melden Sie sich bis 10. August unter pr [at] kulturprojekte.berlin an.
 
Ein Projekt von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer, in Kooperation mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ermöglicht durch Mittel des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der LOTTO-Stiftung Berlin

Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor wird konzipiert und realisiert von Kulturprojekte Berlin, mit einer Ausstellung kuratiert von der Stiftung Berliner Mauer. Die Installation am Brandenburger Tor ist das Werk vi|ew des Künstlers Hubertus Hamm. Er wird bei diesem Projekt vertreten von art Next Level mit Unterstützung von Artikel 1 Initiative für Menschenwürde e.V.
 
Aufgrund der Demonstration „Rave The Planet Parade“ bleiben Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor am 15. August geschlossen, dafür sind diese über den Programmzeitraum hinaus am 17. August geöffnet.

Kontakt

Hannah Berger
Pressesprecherin | Leiterin der Abteilung Kommunikation und Veranstaltungen
T: +49 (0)30 213 085 162

presse [at] stiftung-berliner-mauer.de
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