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Martin Gutzeit

Martin Gutzeit bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Mauerfalls, 9. November 2016 © Stiftung Berliner Mauer, Foto: Gesa Simons

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18.9.2026

Trauer um Martin Gutzeit

Die Stiftung Berliner Mauer trauert um den evangelischen Theologen und DDR-Bürgerrechtler Martin Gutzeit, der am 16. September im Alter von 74 Jahren verstorben ist. Von 1993-2017 war Gutzeit Beauftragter für die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit der ehemaligen DDR in Berlin. In dieser Funktion begleitete er die Arbeit der Stiftung Berliner Mauer seit ihrer Entstehung im Jahr 2009 kontinuierlich. Zahlreiche Kooperationen und Veranstaltungen gingen auf seine Initiative zurück. Als DDR-Bürgerrechtler gehörte Martin Gutzeit zusammen mit Markus Meckel zu den Mitbegründern der SDP im Herbst 1989 und wurde Mitglied des Vorstands und später stellvertretender Geschäftsführer der Partei. 1995 wurde er für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. 

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, sagte: „Mit Martin Gutzeit verlieren wir nicht nur einen klugen Kopf und wichtigen politischen Mitstreiter der Friedlichen Revolution, sondern auch einen überaus engagierten Demokraten und aufrichtigen, immer empathischen Menschen, dem es stets um Gerechtigkeit ging. Einen Anwalt für die Opfer der SED-Diktatur, der sich nie in den Mittelpunkt drängte, dem es stets um die Sache ging. Für die Berliner Erinnerungskultur und Aufarbeitung der SED-Diktatur war sein Wirken richtungsweisend. Sein Mut und seine Handlungsbereitschaft hatten Vorbildcharakter. Wir werden Martin Gutzeit, dessen Lachen ansteckend war, nicht vergessen.“

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