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Foto von Ibraimo Alberto

Ibraimo Alberto, 2021 © Stiftung Berliner Mauer

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29.4.2026

Trauer um Ibraimo Alberto

Mit großer Betroffenheit hat die Stiftung Berliner Mauer vom Tod Ibraimo Albertos erfahren. Als engagierter Zeitzeuge war er uns über viele Jahre hinweg eng verbunden. Seit seiner Rede bei der Gedenkveranstaltung am 9. November 2021 sprach er regelmäßig mit Jugendlichen über sein Leben als mosambikanischer Vertragsarbeiter in der DDR und seine Erfahrung mit Rassismus. Seine Erfahrungen teilte er auch in Zeitzeugeninterviews für Projekte und das Zeitzeugenarchiv.

Ibraimo Alberto kam 1981 als 22-Jähriger aus Mosambik in die DDR. Er träumte davon, Sport zu studieren, musste jedoch eine Ausbildung in einer Fleischfabrik in Ost-Berlin beginnen. Später arbeitete als Gruppenleiter für mosambikanische Arbeiter und Arbeiterinnen im Glaswerk Stralau. Seine Leidenschaft galt dem Boxen. Für die DDR nahm an internationalen Wettkämpfen teil. 

Nach dem Mauerfall engagierte sich Ibraimo Alberto sozial und politisch, u.a. als Stadtverordneter und Ausländerbeauftragter in Schwedt. Für seinen Einsatz wurde er vom Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt ausgezeichnet. 

Wir werden wird ihn nicht vergessen und als aktiven, fröhlichen und offenen Menschen in Erinnerung behalten.

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