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Hasso Herschel, 1962 © Stiftung Berliner Mauer

Hasso Herschel, 1962 © Stiftung Berliner Mauer

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27.5.2026

Trauer um Hasso Herschel

Mit großer Betroffenheit hat die Stiftung Berliner Mauer vom Tod Hasso Herschels (1935-2026) erfahren. Als ehemaliger DDR-Fluchthelfer war er maßgeblich an dem Bau von drei Fluchttunneln vom Berliner Westen in den Osten beteiligt: 1962 gelang durch einen dieser unterirdischen Fluchtwege – den Tunnel 29 in der Bernauer Straße – insgesamt 29 Menschen aus der DDR die Flucht nach West-Berlin, darunter auch Herschels Schwester Anita und ihre Familie. Eine oberirdische Nachzeichnung auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer erinnert heute an den Tunnel.

Herschel wurde in Folge des Volksaufstands von 1953 inhaftiert und verbrachte mehrere Jahre in einem Gefängnis der DDR, bevor er mit einem gefälschten Pass im Oktober 1961 in den Westen fliehen konnte. 2012 wurde er neben 14 anderen Fluchthelfern mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Seit 2019 war Herschel Ehrenmitglied beim Verein Berliner Unterwelten. Der Stiftung Berliner Mauer hat er ein ausführliches Zeitzeugeninterview gegeben und war immer wieder regelmäßig Gast bei Veranstaltungen. Wir werden ihn und sein Engagement nicht vergessen. 

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