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Zeitzeugengespräch, 65 Jahre Mauerbau

"Erinnerungen an den 13. August 1961" am Brandenburger Tor

Gespräch mit Annette von Broecker & Jörg Hildebrandt, Monika Waack

Donnerstag, 13.8.2026, 19:30 – 20:30 Uhr

Was bedeutete der Mauerbau für diejenigen, die ihn direkt erlebten? Wie nahmen sie den 13. August 1961 wahr? Und welche konkreten Folgen hatte die Berliner Mauer für sie? Am Brandenburger Tor geben Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Einblicke in ihre persönlichen Erinnerungen – von den ersten Tagen des Mauerbaus bis zur Grenzöffnung im November 1989. Ihre Berichte eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf die deutsch-deutsche Teilung: von kindlichen Wahrnehmungen oder journalistischen Betrachtungen über Erfahrungen von Repression in der DDR bis hin zu Fluchtgeschichten. Diese Erinnerungen machen deutlich, dass die Berliner Mauer zwar eine klare politische Funktion erfüllte, für die Menschen jedoch unterschiedliche Bedeutungen hatte und ihre Lebenswege auf vielfältige Weise prägte. Dieses Gespräch widmet sich den Erinnerungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an den 13. August 1961 sowie die Zeit unmittelbar davor und danach.

Jörg Hildebrandt, geboren 1939, wohnte mit seiner Familie in Ost-Berlin Nahe der Sektorengrenze in der Bernauer Straße, wo sein Vater Pfarrer der Versöhnungsgemeinde war. Nach dem Abitur studierte Jörg Hildebrandt an der Freien Universität Berlin – bis dies durch den Mauerbau am 13. August 1961 unmöglich wurde. Im Oktober wurde seine Familie gezwungen, ihre Wohnung im Grenzgebiet in der Bernauer Straße zu verlassen. 

Monika Waack, geboren 1949, wuchs auf DDR-Gebiet in der Nähe der Stadtgrenze zu West-Berlin auf. Ihr Vater passierte die Grenze täglich auf dem Weg zur Arbeit und auch Monika Waack ging in West-Berlin zur Schule. In den frühen 1950er Jahren wurde der Vater unter Druck gesetzt, einen Arbeitsplatz in der DDR zu finden. 1953 musste Monika in die Schule nach Mahlow (DDR) wechseln. Die politischen Veränderungen führten schließlich dazu, dass die Familie 1956 aus der DDR floh. Den Mauerbau erlebte die Familie in West-Berlin. 

Annette von Broecker war zur Zeit des Mauerbaus für die Nachrichtenagentur Reuters in West-Berlin tätig.

Das Angebot findet im Rahmen des Sonderprogramms zum 65. Jahrestag des Mauerbaus statt.
Gefördert mit Mitteln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und der LOTTO-Stiftung Berlin

Mehr Informationen: mauerbau65.berlin

Standort
Stiftung
Sprache
Deutsch
Kosten
kostenfrei
Treffpunkt

Platz des 18. März am Brandenburger Tor, 10117 Berlin

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