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Pressemitteilung, 9.7.2026

Presseeinladung: 65 Jahre Mauerbau

Pressekonferenz und Programmveröffentlichung

Berlin, 9. Juli 2026 – Aus Anlass des 65. Jahrestags des Berliner Mauerbaus gestalten Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer vom 13.–16. August einen temporären Erinnerungsort mit Installation und Open-Air-Ausstellung am Brandenburger Tor sowie stadtweite Veranstaltungen. Das Programm ist jetzt online! Die Pressekonferenz findet am 12. August mit Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, und Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, am Brandenburger Tor statt.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner: „Der 13. August 1961 war einer der dunkelsten Tage in der Geschichte unserer Stadt. Vor genau 65 Jahren riss der Bau der Berliner Mauer Familien auseinander, zerstörte Lebensentwürfe und sperrte Millionen Menschen in der SED-Diktatur ein. Am 13. August gedenken wir der Frauen, Männer und Kinder, die an dieser unmenschlichen Grenze ihr Leben verloren, weil sie sich nach nichts anderem als nach Freiheit sehnten. Ihr Schicksal mahnt uns, die Erinnerung lebendig zu halten – gerade für die jüngeren Generationen, die ein geeintes Berlin und ein freies Europa als selbstverständlich erleben. Es ist unsere Pflicht, jungen Menschen zu vermitteln, was das SED-Unrecht bedeutete und wie wichtig es ist, unsere Demokratie zu schützen und zu verteidigen.“

Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien: „Der 13. August erinnert uns an die Folgen der gewaltsamen Teilung Deutschlands. Der Bau der Berliner Mauer versetzte Millionen Menschen in eine Zeit der Angst und des Verlusts. Mit dem Programm zum 65. Jahrestag gedenken wir der Opfer und machen ihre Geschichte während der deutschen Teilung erfahrbar. Die geplanten Veranstaltungen führen Menschen dort zusammen, wo die Mauer einst Familien, Freunde und Nachbarn voneinander trennte. Dass heute Begegnung, Austausch und gemeinsames Erinnern möglich sind, ist ein starkes Zeichen für die Kraft von Freiheit und Demokratie.“ 

Am Brandenburger Tor als zentralem Ort der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte entsteht mit der Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ und einer 30 Meter langen Installation, die auf die physische Präsenz der Grenzanlagen verweist, ein Raum für die Auseinandersetzung mit dem Mauerbau und dessen schwerwiegenden Folgen. Führungen, Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie künstlerische Programmpunkte wie Konzerte von hackedepiciotto (Alexander Hacke und Danielle de Picciotto), Masha Qrella sowie Katharina Kollmann und der Chor der KulturMarktHalle eröffnen am Platz des 18. März unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte und richten den Blick zugleich in die Gegenwart, indem Fragen nach Grenz- und Teilungsprozessen, nach Demokratie und Freiheit heute Betrachtung finden. Auch das Gedenken an die Opfer nimmt im Programm einen besonderen Platz ein, so wird in der Gedenkstätte Berliner Mauer am 13. August die zentrale Gedenkveranstaltung ausgerichtet.

Stadtweit laden Veranstaltungen dazu ein, sich mit der Geschichte zu befassen.

So setzt sich die Lesung aus dem Buch „Mauerpogo“ von Sonja M. Schultz mit Queerness, Punk und Widerstand in der DDR auseinander. Das vom Bundesarchiv veranstaltete Campus-Kino in der ehemaligen Stasi-Zentrale erzählt mit dem Dokumentarfilm „Tunnel der Freiheit“ die Fluchtgeschichte von 29 Menschen aus Ost-Berlin. Diverse Führungs- und Live-Speaking-Angebote in der Bernauer Straße, im Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt, der Gedenkstätte Günter Litfin, der East Side Gallery und an weiteren Orten in der Stadt vermitteln unterschiedliche Blickwinkel und historische Aspekte der deutschen Teilung. In der Ausstellung „Wo Kolibris schwimmen“ in der Gedenkstätte Berliner Mauer befasst sich die Künstlerin Marie Jeschke mit Fluchtversuchen über die Ostsee. Die Lesung „140 Menschen – 140 Namen“ erinnert an die 140 Todesopfer an der Berliner Mauer. Im Erzählcafé der Berliner Landeszentrale für politische Bildung werden die Lebenserfahrungen von Menschen mit Behinderung zu Zeiten der Berliner Mauer thematisiert. Das asisi Panorama ermöglicht eine immersive Auseinandersetzung mit dem Leben an der Mauer und mit den Berliner Unterwelten geht es in einen erhaltenen Fluchttunnel, geführt von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm ist jetzt online unter mauerbau65.berlin zu finden.

Pressekonferenz

Datum:          Mittwoch, 12. August 2026
Uhrzeit:         12–13 Uhr
Ort:                Platz des 18. März, 10117 Berlin

Es sprechen Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, Axel Klausmeier, Direktor Stiftung Berliner Mauer, Moritz van Dülmen, Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin und Simone Leimbach, Leiterin Ausstellungen und Veranstaltungen Kulturprojekte Berlin.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich per E-Mail für die Pressekonferenz unter pr [at] kulturprojekte.berlin an.

Der temporäre Erinnerungsort am Brandenburger Tor wird konzipiert und realisiert von Kulturprojekte Berlin, mit einer Ausstellung kuratiert von der Stiftung Berliner Mauer. Die Installation am Brandenburger Tor ist das Werk vi|ew des Künstlers Hubertus Hamm. Er wird bei diesem Projekt vertreten von art Next Level mit Unterstützung von Artikel 1 Initiative für Menschenwürde e.V.

Aufgrund der Demonstration „Rave The Planet Parade“ bleiben Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor am 15. August geschlossen, dafür sind diese über den Programmzeitraum hinaus am 17. August geöffnet.

Ein Projekt von Kulturprojekte Berlin und der Stiftung Berliner Mauer, in Kooperation mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Ermöglicht durch Mittel des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der LOTTO-Stiftung Berlin

Kontakt

Hannah Berger
Pressesprecherin | Leiterin der Abteilung Kommunikation und Veranstaltungen
T: +49 (0)30 213 085 162

presse [at] stiftung-berliner-mauer.de
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