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Grenzübergang

Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße

S-Bahnhof Friedrichstraße

Bahnhof Friedrichstraße mit Gleisunterführung, Oktober 1963 © Stiftung Berliner Mauer, Foto: Paul Kremer

Der S-Bahnhof Friedrichstraße war in Ost-West-Richtung der letzte Bahnhof vor der Grenze nach West-Berlin. In Nord-Süd-Richtung liegt er im Zentrum der Stadt. Ab August 1961 machte die Abriegelung der Grenze den Durchgangsbahnhof zum Kopfbahnhof und Grenzübergang für Reisende aus beiden Teilen der Berlins. Der Pavillon für die Grenzabfertigung ist noch erhalten. Wegen der unzählbaren Abschiede, die Menschen hier bis 1989 nehmen mussten, heißt er „Tränenpalast“.

Ab Mitte der 1990er Jahre ist der Bahnhof Friedrichstraße völlig umgebaut worden. Das ehemalige Abfertigungsgebäude für Reisende aus und nach West-Berlin lag nördlich der Bahnlinie und war durch eine Unterführung mit dem Bahnhof verbunden. Mit seiner weitgehend unveränderten Fassade stellt er das wichtigste Sachzeugnis dar, das an den ehemaligen Grenzübergang erinnert.

Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat – entsprechend der Gedenkstättenkonzeption des Bundes – im denkmalgeschützten „Tränenpalast“ die Ausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“ eingerichtet. Dadurch ist ein herausragender Erinnerungsort entstanden, der dem Stellenwert des Tränenpalastes im Bewusstsein der Deutschen gerecht wird.

Karte der Erinnerungsorte

Die Berliner Mauer ist aus dem Stadtbild verschwunden. Die Karte zeigt Orte des Erinnerns an die Berliner Mauer im heutigen Stadtraum. Es gibt Gedenkorte, Infotafeln, Ausstellungen und Kunstwerke. Die Karte bietet einen Zugang zu historischen Ereignissen, persönlichen Schicksalen und unterschiedlichen Ausdrucksformen der Erinnerungskultur.

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