Jörg Hildebrandt, seine Enkelinnen und der Direktor der Stiftung, Axel Klausmeier, beim Gespräch in der Kapelle © Stiftung Berliner Mauer, Foto: Norman Behrendt
Zentrale Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag des Mauerbaus
Zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer hat heute in der Bernauer Straße die zentrale Gedenkveranstaltung stattgefunden. In der Kapelle der Versöhnung gedachten unter anderem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer der Opfer von Mauer und Teilung. Eine Audio-Collage mit O-Tönen aus der Bernauer Straße von 1961 führte in die Andacht ein, anschließend sprach Klöckner über die Bedeutung von Freiheit und die Verantwortung kommender Generationen. Zu hören war außerdem eine Audio-Collage mit Ausschnitten aus dem letzten Gottesdienst von Helmut Hildebrandt aus dem Jahr 1961. Sein Sohn Jörg Hildebrandt, der den Mauerbau als Kind in der Bernauer Straße miterlebte, berichtete im Gespräch mit seinen Enkelinnen von seinen Erinnerungen. Zudem wurde die Biografie von Ida Siekmann verlesen, die am 22. August 1961 bei einem Fluchtversuch ums Leben kam. Anschließend wurde am Denkmal für die Opfer der Berliner Mauer ein Kranz niedergelegt.
Ab heute bis zum 17. August lädt die Stiftung zu einem Sonderprogramm ein: In der Kapelle der Versöhnung werden die Biografien der Todesopfer an der Berliner Mauer gelesen und am 15. August um 18 Uhr gibt es ein Konzert mit Ekkehard Maaß. Außerdem ist ein Holzschnitt des Künstlers und Zeitzeugen Gino Kuhn zu sehen, der anlässlich des Jahrestages entstand.