VERÖFFENTLICHUNGEN DER STIFTUNG BERLINER MAUER

 

AM RAND DER WELT

Die Mauerbrache in West-Berlin in Bildern von Margret Nissen
und Hans W. Mende


West-Berlin wurde als politisches Gebilde und als Lebensgefühl erst durch die Mauer begründet, welche die Teilstadt seit 1961 vollständig umschloss. Die mauernahen Gebiete verödeten und verwilderten. Während das offizielle und repräsentative Berlin um Touristen warb, wobei der Ruf der Stadt als »Hauptstadt der Alternativen« durchaus förderlich war, kam an den Rändern das Leben zum Erliegen. Diese Brachen weckten das Interesse von Fotografen.

Die Bilder von Margret Nissen und Hans W. Mende, die in diesem Band vorgestellt werden, gehören zu den eindrucksvollsten der urbanen Fotografie jener Zeit. Sie changieren zwischen trostloser Romantisierung und nüchterner Dokumentation. Die Faszination der Brachen, so beschreibt es Hans W. Mende, ging von der Abwesenheit dessen aus, was eine Großstadt ausmacht: Dynamik.

Heute gehören viele der einstigen Ränder und Brachen West-Berlins zum Zentrum der Metropole. Die Stadtlandschaft aber, die den neuen Projekten weichen musste, ist in den Bildern von Margret Nissen und Hans W. Mende für nachfolgende Generationen festgehalten.

Begleitet werden die Bildserien von einordnenden Essays von Janos Frecot, Stefanie Eisenhuth, Gerhard Sälter, Günter Schlusche und Manfred Wichmann, sowie von Margret Nissen und Hans W. Mende.

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Am Rand der Welt
Gerhard Sälter / Manfred Wichmann (Hg.)
Am Rand der Welt
Die Mauerbrache in West-Berlin in Bildern
von Margret Nissen und Hans W. Mende
Berlin 2018, Ch. Links Verlag
128 Seiten, 89 Fotos
ISBN: 978-3-96289-002-5
20,00 Euro



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