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VERÖFFENTLICHUNGEN DER STIFTUNG BERLINER MAUER

 

WELTENDE - DIE OSTSEITE DER BERLINER MAUER

Tausende Fotos von der Mauer – meist mit schriller und origineller Bemalung oder Sprüchen versehen – prägen unser Bild von der Grenze, die Deutschland 28 Jahre teilte. Dass diese Bilder einzig die Westperspektive im Blick auf die Mauer darstellen, wird dabei oft ausgeblendet.

Die Wirkung der Mauer nach Osten war indes eine völlig andere, doch davon existieren nur sehr wenige Dokumente. Die Mauer zu fotografieren war im Osten streng verboten. So sind die Fotos von Detlef Matthes, die in diesem Band präsentiert werden, ein Glücksfall. Sie wurden heimlich und illegal aufgenommen, zum Teil aus Verstecken heraus, und bilden den einzigen bisher bekannt gewordenen größeren und geschlossenen Bestand von Bildern – wenn man von Aufnahmen der Staatssicherheit und der Grenztruppen absieht.

Die gerade durch ihre alltägliche, manchmal banal wirkende Momenthaftigkeit beeindruckenden Bilder werden von sechs Essays flankiert, die unterschiedliche Wahrnehmungen der Grenzanlagen und ihrer Darstellung in den Medien beschreiben. Lutz Rathenow, Anna Kaminsky, Elena Demke, Leo Schmidt, Gerhard Sälter und Detlef Matthes sind die Autoren dieser Texte.

Der Band »Weltende – Die Ostseite der Berliner Mauer« erscheint in der Reihe »Veröffentlichungen der Stiftung Berliner Mauer«, die seit diesem Frühjahr im Ch. Links Verlag herausgegeben wird.

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Gerhard Sälter, Tina Schaller und Anna Kaminsky (Hg.)
Weltende – Die Ostseite der Berliner Mauer
Mit heimlichen Fotos von Detlef Matthes
Berlin 2011, Ch. Links Verlag
108 Seiten, 85 Abb.
ISBN 978-3-86153-622-2
14,90 Euro (D), 25,40 Euro (A), 23,50 sFr (UVP)
Titel vergriffen